13 Teilnehmer des Alpenvereins erleben tolle Skitouren in Südtirol
Der diesjährige Winter war für Skitourengeher nahezu ein Alptraum. Bis Mitte Januar praktisch kein Schnee, dann kam er endlich, aber mit ihm auch ein katastrophaler Schneedeckenaufbau. Lawinenwarnstufe 4 (max. 5) war über einen längeren Zeitraum der Normalfall, Skitouren abseits gesicherter Pisten also ein Tabu. Im März wurde es besser, doch das Altschneeproblem blieb. Es heißt, das Ahrntal im Norden Südtirolsist ein Synonym für schneereiche Winter und erstklassige Skitouren.
Bei der Anreise wählten wir den Fastnachter in Ratschings aus. Knapp 1.000 Hm im Anstieg durch den Wald und Abfahrt über die Piste erwies sich als genau das Richtige zum Eingrooven für die nächsten Tage.
Untergebracht waren wir beim Bühelwirt, der auf unterschiedlichste Weise besticht. Der moderne Neubau ist direkt mit dem alten Traditionshaus verbunden und bietet neben ausgezeichneter Südtiroler Kücheund einem besonders stilvollen Wellnessbereich auch die tolle Möglichkeit, zwischen zwei Stilen und Preisen von Zimmern zu wählen – im Neubau oder im Stammhaus.
Am zweiten Tag fuhren wir nach Kasern, um südseitig über Krimmler Tauern den Schüttalkopf mit 2.773m zu besteigen. Ohne Ski gings die letzten 50 Hm zum Gipfel.
Die Abfahrt war, der Niederbayer würde sagen, „not the yellow from the egg“. Der erhoffte Firn wurde von einer steifen Brise unterbunden, der Harschschnee war nicht so prickelnd, aber fordernd. Laura, die erst im letzten Winter das Skitourengehen entdeckte, schlug sich dennoch wacker. Am dritten und vierten Tourentag entschieden wir uns für nordseitige Anstiege. Von Weißenbach aus gingen wir auf den Zinsnock und die Henne. Der Schnee war hier wesentlich besser, sogar Pulverschnee, man mags nicht glauben, war zu finden.
Die 13 Teilnehmer waren mit den Tourentagen restlos begeistert, Südtirol is einfach schee.
Alois Greiner









