Verein

Wenn man in die Berge geht und sich einer Sektion des Deutschen Alpenvereins anschließt, dann muss man sich nicht auch zwangsläufig mit der Geschichte der Sektion befassen. Schließlich steht ja das Bergsteigen, das Skitouren gehen oder eine der vielen anderen alpinen Spielarten im Fokus.

Wirft man aber mal einen Blick in die Geschichte, dann merkt man recht schnell, dass die Berge und die Liebe zur Natur schon immer die Triebfeder waren, weshalb sich Menschen dem Alpenverein anschlossen. Heute sind vermutlich noch ein paar Beweggründe mehr dazu gekommen. Der alpine Sicherheitsschutz, der mit einer Mitgliedschaft verbunden ist, hat eine hohe Anziehungskraft und natürlich nicht zuletzt das große Angebot an künstlichen Kletteranlagen.

Als wir 1983 unseren acht Meter hohen Kletterturm einweihten, da waren wir die erste Sektion im DAV, die einen solchen künstlichen Kletterturm ihr Eigen nennen konnte. Heute mutet er niedlich klein und fast schon aus der Zeit gefallen an, aber für die Jugendarbeit und zu Ausbildungszwecken leistet er unverändert sehr wertvolle Dienste. 2005 kam dann unser kleiner Boulderraum dazu, der natürlich auch nicht mit den großen Hallen mithalten kann, aber im Winter ein fester Anlaufpunkt für unsere Jugendgruppen ist. Unser Vorteil ist eben auch, dass es zu den großen Hallen in München, Regensburg oder Landshut nicht so weit ist.

Wenn es an den echten Fels zieht oder wer die Berge erwandern oder über Gletscher besteigen will, der muss nur einen Blick in das abwechslungsreiche Touren- und Ausbildungsangebot werfen. Es ist also für die unterschiedlichsten Geschmäcker unserer zurzeit 1.135 Mitglieder (Stand: Nov. 2019) etwas dabei. Klettersteige oder Schneeschuhtouren finden sich genauso, wie Lawinenkurse.

Sommers wie winters gibt es allerhand zu unternehmen. Wer sich erst einmal Appetit holen will auf die Berge, dem seien die Vorträge ans Herz gelegt, die im Winter regelmäßig in unserer Theresienhütte stattfinden. Die Themen sind so unterschiedlich, wie die Referenten, zu denen u. a. auch schon Kurt Diemberger, Hans Kammerlander oder Peter Habeler gehörten. Diese großen Vorträge finden dann meist nicht in unserer Hütt’n statt, sondern in der Stadthalle oder im Christlsaal.

Die Theresienhütte gehört übrigens auch schon seit 90 Jahren der Sektion. 1929 wurde sie gebaut. Heute würde man das Ganze ein beliebtes Naherholungsgebiet nennen, damals gingen die Mitglieder der noch jungen Sektion  dort einfach gerne spazieren. Und als Rudolf Kastner dort oben in einen heftigen Regenschauer geriet, war die Idee einer Unterstandshütte geboren. Josef Richtsfeld griff die Idee auf, drei Monate später wurde der Schlüssel übergeben und der Rest ist gelebte Sektionsgeschichte. Josef Richtsfeld war es dann auch, der später noch die Kapelle auf der Theresienhöhe erbaute. Dort finden immer die Waldandachten und die feierlichen Waldweihnachten statt. Regelmäßig am dritten Freitag im Monat findet der Stammtisch in der Theresienhütte statt oder im Sommer im wunderschönen Biergarten mit dem besten Blick über Mainburg. Dort gibt es dann ausreichend Gelegenheit, dem gemütlichen Teil der Bergsteigerei zu frönen!